Die westfälische Bäderstadt im Lipperland gehört zu den dichtbesiedeltsten Kleinstädten der Region. Diesem Umstand und der Anbindung zu Autobahnen, zu größeren Nachbarstädten zum Trotz, ist das Stadtbild noch heute stark von seiner eigenen Geschichte geprägt: An jeder Ecke atmet Bad Salzuflen Historie. Traditionelles westfälisches Fachwerk durchzieht die gesamte Innenstadt, Lange Straße genannt. In dieser zur autofreien Fußgängerzone umgebauten Einkaufsmeile haben gerade im Modernisierungsboom der Sechziger und Siebziger Jahre viele Häuser einen Teil ihres Charmes einbüßen müssen- in die unteren Etagen wurden nicht selten zweckmäßige Ladenpassagen gebaut. Gerade den Besucher aus weniger idyllischen Orten fasziniert die Architektur Bad Salzuflens aber noch stets: Die Giebelhäuser stammen nahezu allesamt aus dem 16. oder 17. Jahrhundert, sind mehrstöckig und mit Holzschnitzereien reich verziert. Auch an Hand der anderen Gebäude zeigt sich, dass das Stadtbild durchaus reich an architektonischen Besonderheiten ist: Angefangen von den Häusern aus Stein über Kirchen verschiedenster Baustile bis zur berühmten Wandelhalle mit ihrer Bäderarchitektur ist alles vertreten. Leicht lässt sich hier bereits die religiöse Geschichte der Religion ablesen, denn die ältesten vertretenen Kirchen sind allesamt evangelischen Ursprungs. Erst 1956 wurde die katholische Liebfrauenkirche errichtet und bald darauf eingeweiht.

Insbesondere die Vielzahl an Touristen, die es in das Städtchen mit der idyllischen Umgebung am Werre-Fluß zieht, hat Bad Salzuflen zu einer belebten Stadt gemacht. Geht hier zwar immer noch alles seinen gewohnt westfälischen Gang, haben sich das Verantwortlichen große Mühe gegeben, Gästen wie Bewohnern auch kulturelle Genüsse zu bieten. Neben der reizvollen Landschaft, die vor allem Sport- und Erholungssuchende anzieht, sind es auch die mehrmals jährlich stattfindenden Feste, die die Stadt zu einem Besuchermagneten werden lassen. Nicht zuletzt ist Bad Salzuflen jüngeren Jahrgängen auch durch jene Musiker bekannt geworden, die sich erst im fernen Hamburg zu ihrer Heimatstadt bekannten: Die in den Achziger Jahren gegründete Hamburger Schule bestand mit Jochen Distelmeyer und seiner Band Blumfeld, mit Bernd Begemann und Bernadette La Hengst zu einem großen Teil aus gebürtigen Bürgern dieser Stadt.